Architektur

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Unser Neubau wurde ausgezeichnet mit dem thomaswechspreis 2010

 

 

Der Fensterbaubetrieb Herbert Feuerstein sollte aufgrund der guten Auftragslage und geänderter Produktionsabläufe erweitert und neu organisiert werden. Dies wurde zum Anlass genommen, ein bauliches Zeichen zu setzen und selbst gesetzte Qualitätsansprüche anhand des eigenen Gebäudes zu demonstrieren. Dazu wurde der älteste Bauteil abgetragen und an gleicher Stelle ein Neubau (ca. 25x17x7.5m) in kostengünstiger Holzkonstruktion erstellt. Der neue Baukörper bindet nahtlos an den bestehenden Maschinenraum an und bietet im Erdgeschoss Flächen für die Endmontage der Fenster- und Fassadenelemente. In einer Teilunterkellerung sind Lagerflächen vorbereitet, auf einer Galerieebene Flächen für die Geschäftsleitung, Ausstellung und Mitarbeiter. 

Der Neubau öffnet sich mit großzügigen Glasflächen zur Durchgangsstraße, wobei an der Westseite feststehende Holzlamellen den notwendigen Sonnenschutz bieten. Die engstehenden Lamellen verhindern zudem Blendung an den Arbeitsplätzen und generieren im Innenraum ein dichtes, honiggelbes Licht. Zur Nordseite (Zugangsseite) öffnet sich der Baukörper gleichsam einem großen Schaufenster zur Straße. Eine prägnante Visitenkarte des Betriebs nach Außen. 
Ein- und Ausblicke verzahnen den Neubau mit der Umgebung. An der Rückseite des Gebäudes sind die Anlieferfunktionen angeordnet ohne gestaltrelevant im öffentlichen Raum in Erscheinung zu treten. Die Galerieebene im Innenraum wird zur Halle hin vollständig verglast. Dies ermöglicht einen unmittelbaren, schnellen Kontakt zwischen Arbeitsvorbereitung und Produktion. Die Holzkonstruktion wurde als Holzrahmenbau vorgefertigt und innerhalb von 3 Tagen montiert. Das Flachdach (DN 0°) ist eine effiziente Binderkonstruktion unter Berücksichtigung strengster, wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Sämtliche Fassaden wurden von der Bauherrschaft selbst gefertigt, ebenso alle Innenausbauten. Geschlossene Fassadenflächen sind in Anlehnung an traditionelle Gebäude der Umgebung 3-lagig mit Weißtanneschindeln verkleidet. Dabei wurde auf das bewährte System einer hinterlüfteten Konstruktion zurückgegriffen. Alle Hölzer kamen unbehandelt zum Einsatz. Die Halle wird mit einer Fußbodenheizung (Industrieflächenheizung) beheizt, die Büroräume mit einfachen Röhrenradiatoren. Als Energieträger dienen dabei ausnahmslos die Abfälle (Holzspäne) aus der eigenen Produktion. Sämtliche Räume sind natürlich be- und entlüftet.

Es war der ausdrückliche Wunsch der Bauherrschaft, die Orientierung des Betriebs auf neue, qualitätsorientierte Zielgruppen anhand einer zeitgemäßen Architektursprache glaubwürdig zu vermitteln.

 


BRI Neubau  3.320m³
BGF Neubau    580m²


Architekten.3P
Feuerstein Rüdenauer & Partner
Gerhard Feuerstein